zurück.bleiben - Laserstein VI.

Lotte und Käte Laserstein zwischen Verfolgung, Exil und Selbstbestimmung, Schweden und Deutschland.

Eine Theaterunternehmung von Vajswerk - recherche kunst kollektiv 

 

Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz 

Es ist das Jahr 1954. Käte Laserstein kehrt zurück nach Deutschland und wird wieder Lehrerin in Berlin. Lotte Laserstein bleibt in Schweden und bestellt sich ein Sommerhäuschen auf Öland. - 1937 war die Malerin ins Exil gegangen, 1946 folgte ihr die Schwester, die untergetaucht die Verfolgung als Jüdin überlebte; die Mutter - Meta Laserstein - wurde im KZ Ravensbrück ermordet.

Nun zieht Käte in die alte Steglitzer Wohnung und Lotte hilft ihr beim Einzug. Ob die beiden im Sommer einen Ausflug an den Großen Wannsee unternahmen, wissen wir nicht. Im Juli 2024 findet dort jedenfalls die Uraufführung von zurück.bleiben statt - im Garten des Hauses der Wannsee-Konferenz. Vor dem Hintergrund der Vergangenheit fällt die Entscheidung: der Rückkehr ins Land der Täter ./. dem Verbleib im Land des Exils.

 

Mit zurück.bleiben beendet Vajswerk seine langjährige Laserstein-Recherche. Speisten sich die fünf Vorgängerprojekte aus Dokumenten, bilden diese beim Abschluss den Ausgangspunkt: die “Regelung von Restitutions- und anderen persönlichen Fragen” gibt Käte Laserstein der schwedischen Ausländerbehörde als Grund der “Reise” an, på svenska.

 

Bei zwei Auftaktveranstaltungen – Stockholm 6.3. / Berlin 18.4. – zeigte Vajswerk seinen Wissensstand, nun lädt Vajswerk an vier Tagen im Juli an den Großen Wannsee 56–58 und spielt am Wasser. (Bei Regen und für zwei Vorstellungen im Herbst ziehen wir ins neue Seminarhaus der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.) Ende Juli 2024 erscheint zudem ein Podcast. 

 

Es recherchieren und spielen Laura Mitzkus und Charlotta Bjelfvenstam. Für die Dramaturgie und/oder Regie stehen Anna-Carola Krausse und Christian Tietz.