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Continu

Sasha Waltz & Guests

 

Haus der Berliner Festspiele

„Continu“ erzeugt ein Spannungsfeld choreographischer, musikalischer und bildnerischer Energieströme. Der Titel steht auch für die Kontinuität der nicht enden wollenden Kräfte der Natur. Sasha Waltz greift in „Continu“ wichtige Impulse aus ihren beiden großen Museumsprojekten von 2009 auf: die künstlerische Inauguration des Neuen Museums von David Chipperfield in Berlin und des MAXXI von Zaha Hadid in Rom. Gemeinsam mit 24 Tänzern entwirft sie eine raumgreifende größtenteils abstrakte Choreographie. Elemente ihrer Recherche zu Ritus und Gruppendynamik bestimmen das Vokabular.

Das epochale sinfonische Orchesterwerk „Arcana“ von Edgard Varèse bildet das musikalische Zentrum von „Continu“ umgeben von weiteren Kompositionen des Künstlers, sowie von Iannis Xenakis und Claude Vivier.

Vor 90 Jahren hatte Varèse – visionär wie kein anderer Komponist seiner Zeit – die Zusammenführung von künstlerischen und wissenschaftlichen Inhalten gefordert. Im Zusammenhang mit „Arcana“ kann man von Transformation sprechen, von Veränderung, von Aufbruch. Aber es geht weniger um Alchemie als um heftige Vulkanausbrüche in der Nacht. Es handelt sich um die prometheische Versuchung, den Kosmos in den Klängen und durch die Klänge zu besitzen.


Sasha Waltz hat „Continu“ seit der Uraufführung 2010 im Schauspielhaus Zürich mehrfach überarbeitet und im Sommer 2011 in Salzburg eine abschließende Form präsentiert. Die neue Fassung integriert in den Anfang das Schlagzeug Solo „Rebonds B“ von Iannis Xenakis, das von der Schlagzeugerin Robyn Schulkovsky live gespielt wird.

„Ein Stern ist höher als alle anderen. Es ist der Stern der Apolakypse; der zweite Stern ist der des Aszendenten, der dritte ist der der Elemente, und deren sind ihrer vier, sodass sechs Sterne feststehen. Neben diesem gibt es noch einen weiteren Stern, die Phantasie, die einen neuen Stern erschafft.“


Edgard Varèse


Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben zahlreiche Künstler*innen und Ensembles – Architekten, Bildende Künstler, Choreographen, Filmemacher, Designer, Musiker, Sänger und Tänzer – aus 30 Ländern in über 80 Produktionen, „Dialoge“-Projekten und Filmen als „Guests“ mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen, sich ständig weiter entwickelnden Netz von Produktions- und Gastspielpartnern und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit.

 

In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste beigetragen – den Sophiensaelen (1997) und dem Radialsystem V, Space for Arts & Ideas (2006).


2013 wurde die Compagnie offiziell zum „Kulturbotschafter der Europäischen Union“ ernannt. 2014 ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem „george tabori ehrenpreis“.


TRAILER

Quelle: YouTube


KREATIVTEAM

Regie, Choreografie

Sasha Waltz


Musik

Iannis Xenakis

Edgard Varèse

Claude Vivier


Bühne

Thomas Schenk

Pia Maier Schriever

Sasha Waltz


Kostüme

Bernd Skodzig


Licht

Martin Hauk


Dramaturgie

Jochen Sandig


Tanz, Choreografie

Liza Alpízar Aguila

Ayaka Azechi

Jiří Bartovanec

Davide Camplani

Maria Marta Colusi

Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola

Luc Dunberry

Edivaldo Ernesto

Florencia Lamarca

Sergiu Matis

Thomas Michaux

Michal Mualem

Virgis Puodziunas

Sasa Queliz

Zaratiana Randrianantenaina

Orlando Rodriguez

Mata Sakka

Xuan Shi

Idan Yoav

Niannian Zhou


Percussion

Robyn Schulkowsky


Repetition

Renate Graziadei

Virgis Puodziunas

VERANSTALTER

Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests in Koproduktion mit Schauspielhaus Zürich/Zürcher Festspiele, spielzeit’europa | Berliner Festspiele und Sadler’s Wells, London. Unterstützt von der Radial Stiftung. Made in Radialsystem.

 

Sasha Waltz & Guests wird gefördert aus Mitteln der Kulturverwaltung des Landes Berlin und dem Hauptstadtkulturfonds.



Fotos im Hintergrund: Marcus Dallüge, (c) 2019