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Auslöschung. Ein Zerfall

nach Thomas Bernhard

 

Deutsches Theater Berlin 

Es ist die Geschichte einer unfreiwilligen Heimkehr. Franz Josef Murau, der seit Jahrzehnten seine Familie meidet und im Ausland lebt, muss zur Beerdigung seiner Eltern anreisen, die bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Damit holt ihn eine Vergangenheit ein, von der er glaubte, sie weit hinter sich gelassen zu haben. Für Murau folgt ein furioserKampf mit dem verhassten Erbe: Er geht "in den Wald der Kindheit hinein", um in "einer entsetzlichen Konfrontation" mit den damaligen Schrecken "alles auszulöschen", was ihn an seine Familie bindet. Besonders quält ihn die Verstrickung seiner Eltern in die NS-Herrschaft und das Weiterwirken der katholisch-nationalsozialistischen Mentalität auch nach Kriegsende. Verzweifelt versucht Murau die Wurzeln der Vergangenheit aus seinem Leben, Denken und Fühlen herauszureißen.

 

Auslöschung. Ein Zerfall ist 1986 als Thomas Bernhards letztes Prosawerk erschienen und eine monumentale Abrechnung mit Heimat, Familie und Gesellschaft der Nachkriegszeit. Karin Henkel wird mit ihrem Ensemble den tieftraurigen Abgründen, der absurden Komik und der beunruhigenden Hellsicht dieses Familienporträts folgen und es mit verwandten Stimmen aus anderen Werken Thomas Bernhards verknüpfen.

► Quelle: YouTube


KREATIVTEAM

Regie 

Karin Henkel

 

Bühne 

Thilo Reuther

 

Kostüme 

Teresa Vergho

 

Musik

Lars Wittershagen

 

Dramaturgie 

Rita Thiele

Juliane Koepp

BESETZUNG

Bernd Moss

Anja Schneider

Julia Windischbauer

Almut Zilcher

Manfred Zapatka

Daniel Zillmann



Fotos im Hintergrund: Marcus Dallüge, (2022)