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jedermann (stirbt)

von Ferdinand Schmalz

 

Gastspiel Burgtheater Wien

Deutsches Theater Berlin

Der neue Jedermann ist kein "prächtiger Schwelger", wie ihn der Teufel bei Hofmannsthal einmal nennt, vielmehr ein knallharter Geschäftsmann, den es nicht anficht, dass draußen vor seinem fest umzäunten Garten das Chaos tobt, das Kriegsrecht ausgerufen und mit Toten zu rechnen ist. 


Auch er wird den Weg allen Fleisches gehen, allerdings mit wenig Hoffnung auf das Himmelreich: "erlöst oder nicht, ist wirklich unerheblich", Hauptsache, ein Sündenbock für unser schlechtes Gewissen ist gefunden!

Ferdinand Schmalz hat das Spiel vom Sterben des reichen Mannes für das 21. Jahrhundert über-, fort- und neugeschrieben. Er nimmt dem Text seinen fast schon liturgischen Charakter, spitzt die Dramaturgie des Originals zu, schärft die Konflikte, schraubt lustvoll an Sprache und Versmaß, bricht altertümelnde Klischees auf und erneuert die Ikonografie. So sind die Figuren nicht länger entrückter Teil einer christlichen Devotionalienschau, sondern gehen uns ganz direkt an.


TRailer

Quelle: YouTube


KREATIVTEAM

Regie
Stefan Bachmann
 
Bühne
Olaf Altmann
 
Kostüme
Esther Geremus
 
Komposition & Musikalische Leitung
Sven Kaiser
 
Choreographie & Körperarbeit
Sabina Perry
 
Licht
Friedrich Rom
 
Dramaturgie
Hans Mrak

Besetzung

jedermann
Markus Hering
 
jedermanns frau
Katharina Lorenz
 
jedermanns mutter
Elisabeth Augustin
 
buhlschaft tod
Barbara Petritsch
Dicker Vetter
Markus Meyer
Dünner Vetter
Sebastian Wendelin
armer nachbar gott
Oliver Stokowski
mammon/gute werke
Mavie Hörbiger
 
die (teuflisch) gute gesellschaft
Ensemble
Live-Musik
Sven Kaiser
Béla Fischer


Fotos im Hintergrund: Marcus Dallüge, (c) 2018