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Orlando

von Virginia Woolf

in einer Bühnenfassung von Alice Birch
aus dem Englischen von Brigitte Walitzek

 

Schaubühne am Lehniner Platz

Eine Heldin, die als Held geboren wird, oder ein Held, der zur Heldin wird – spielt das überhaupt eine Rolle? Orlando durchlebt vier Jahrhunderte britischer und europäischer Menschheitsgeschichte, lebt am Hofe Elizabeths I., verliebt sich während eines sagenumwobenen Festes von James I. auf einem gefrorenen Fluss unglücklich in eine russische Prinzessin, versucht sich als Schriftsteller, wird Gesandter Charles II. in Konstantinopel, kehrt als Frau nach Großbritannien zurück, schreibt, gibt Partys im aufgeklärten 18. Jahrhundert, liebt Männer und Frauen, Prostituierte wie Adlige, und heiratet im zugeknöpften Viktorianischen Zeitalter einen Mann.

 

Mann, Frau, muss Orlando sich überhaupt entscheiden? Orlando erlebt, wie Menschen, Natur, Systeme und Regime sich in einem ständigen Wandlungsprozess befinden; Sitten, Gebräuche und Vorstellungen davon, was ein Mann, was eine Frau zu tun haben, was richtig und was falsch ist, worüber ein Künstler schreiben soll, worüber eine Frau nachdenken darf, sich ständig verändern. Orlando erlebt, wie sich das Wetter wandelt und das politische Klima, wie sich Begehren und Geschlechterrollen entwickeln. Orlando schaut auf Menschen, die für Natur halten, was in Wahrheit doch menschengemacht ist.

Virginia Woolf schrieb mit ihrer Biografie von Orlando eine Lebensbeschreibung, die alle starren Kategorien mit Leichtigkeit und künstlerischer Freiheit unterläuft, neu mit Bedeutung auflädt oder als fluide vorführt. Spielerisch verwebt sie Leben und Kunst, Realität und Fiktion miteinander zu einem visionären Werk. Sie schuf eine_n der schillerndsten Held_innen der Literaturgeschichte, deren Überfülle an Identitäten jedwede enge Zuschreibung und starre Kategorisierung sprengt.

 

Katie Mitchell und Alice Birch untersuchen in einer Inszenierung, die Bühnengeschehen und Live-Video miteinander verbindet, Orlandos queere Reise durch die verschiedenen Jahrhunderte patriarchaler Menschheitsgeschichte.



KREATIVTEAM

Regie

Katie Mitchell

 

Mitarbeit Regie

Lily McLeish

 

Bühne

Alex Eales

 

Kostüme

Sussie Juhlin-Wallen

 

Bildgestaltung

Grant Gee

 

Video

Ingi Bekk

 

Mitarbeit Video

Ellie Thompson

 

Musik und Sounddesign

Melanie Wilson

 

Dramaturgie

Nils Haarmann

 

Licht

Anthony Doran

BESETZUNG

İlknur Bahadır

Philip Dechamps

Cathlen Gawlich

Carolin Haupt

Jenny König

Alessa Llinares

Isabelle Redfern

Konrad Singer


Kamera

Nadja Krüger

Sebastian Pircher


Boom Operator

Stefan Kessissoglou



LAGEPLAN

Quelle: GoogleMaps

KARTEN

Kasse

Montag bis Samstag

ab 11 Uhr

Sonn- und Feiertag

ab 15 Uhr

 

Bis eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

An vorstellungsfreien Tagen bis 18:30 Uhr

 

Abendkasse

Eine Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung

Kein Vorverkauf.

 

Montag bis Samstag

11 bis 18.30 Uhr

Sonn- und Feiertag

15 bis 18.30 Uhr