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Die Räuber

nach Friedrich Schiller

 

Theater RambaZamba Berlin

In unserem System der Unversehrten, der Richtig-Macher, der Wohlerzogenen, der Erfolgreichen und Kapitalisten sind Unvernunft und Vernunft strikt voneinander getrennt. Mehr noch. Sie sind sich eine  gegenseitige Bedrohung. Wir leben in einer durchrationalisierten Welt, in welcher der irrationale Mensch stets der Wahnsinnige ist. Durch seine Unvernunft verrückt er das Bild der Perfektion in nicht gewollte Bahnen.

Die Räuber mit ihrem Anführer Karl Moor sind die Irren, die Unvernünftigen. 


Sie sind diejenigen, die es leid sind, allenfalls teilhaben zu dürfen an der pseudoliberalen, kapitalistischen Gesellschaft der Vernunft. Die Räuber frönen der Wollust, der Völlerei, der Langsamkeit und Ineffizienz. Sie sind die Zuspitzung des Punks und des Nonkonformismus. Um frei zu sein und eine Gesellschaft nach ihren Maßstäben zu kreieren, gehen sie über Leichen. Ihre radikalen und menschenverachtenden Mittel gleichen denen von Franz Moor, jenem Bruder Karls, den der lebenslange Liebesentzug des Vaters zum Lügner, Intriganten und Mörder gemacht hat.


Das Stück DIE RÄUBER liest sich wie ein Angriff auf eine Welt, in der die Freiheit und die Liebe dem Profit weichen müssen. Es stehen sich zwei Welten gegenüber: das Establishment im Schloss des Patriarchen Moor mit seinem zweitgeborenen Sohn Franz sowie der von beiden Söhnen geliebten Amalia. Sie steht für das Prinzip des Emotionalen, der Liebe, das in dieser Welt keine Chance hat. Auf der anderen Seite stehen die „Irren“, die Rebellen mit ihrem Anführer Karl – die Beraubten der Freiheit, welche selbst zu Räubern werden.

Was folgt ist ein Kampf im vermeintlichen Namen der Freiheit, angetrieben von Neid, Verlust und Hass. Das, was am Ende bleibt, ist die Entscheidung zwischen der Freiheit oder dem Tod. Der Rest ist Schweigen.


TRAILER

Quelle: vimeo


KREATIVTEAM

Regie

Jacob Höhne

 

Bühne
Thomas Bo Nilsson
Julian Eicke

Kostüme/Maske
Beatrix Brandler

Chorleitung
Bernd Freytag

Musikalische Leitung
Leo Solter

Dramaturgie
Kristina Ohmen

BESETZUNG

Juliana Götze

Sven Hakenes

Pascal Kunze

Nele Winkler

Michael Wittsack

Christian Behrend

Dorothee Blum

Lioba Breitsprecher

Heiko Fechner

Moritz Höhne

Hans-Harald Janke

Jan-Patrick Kern

Franziska Kleinert

Jennifer Lau

Dirk Nadler

Joachim Neumann

Sascha Perthel

Hieu Pham

Zora Schemm

Rita Seredßus

Jonas Sippel

Aaron Smith

Sebastian Urbanski


Gäste
Antonia Bill
Claudia Burckhardt
Gisela Höhne
Blanche Kommerell
Almut Zilcher
Johanna Peine


Fotos im Hintergrund: Marcus Dallüge, (c) 2018