Das Floß der Medusa

von Hans Werner Henze

Oratorium in zwei Teilen (1968)

Dichtung von Ernst Schnabel

 

Komische Oper Berlin 

Spielort: Flughafen Tempelhof 

Raus aus dem Haus, rein in die Kieze! In den kommenden Jahren steht jeweils im September eine große Produktion an ungewöhnlichem Ort auf dem Spielplan der Komischen Oper Berlin. Erste Station: Flughafen Tempelhof, Hangar 1. Erstes Werk: Hans Werner Henzes überwältigende Menschheitsbefragung Das Floß der Medusa.

 

83 Chorsänger:innen, über 40 Statist:innen, 20 Sänger aus dem Knabenchor, 82 Musiker:innen und drei Solist:innen erzählen in dieser überlebensgroßen Inszenierung von Regisseur Tobias Kratzer vom bedrohlichen Diktat der Knappheit und der Notwendigkeit zu überleben.

 

Der Bühnenbildner Rainer Sellmaier holt den Ozean in den 6.000 qm großen Hangar und bietet Henzes revolutionärem Werk zwischen zwei Zuschauendentribünen den Raum, aus jeder möglichen Perspektive betrachtet zu werden.

 

150 Menschen treiben auf hoher See einer ungewissen Zukunft entgegen. Kaum Platz und zu wenig Nahrung bietet das dürftige Floß der havarierten »Medusa«. Offiziere und Kommandanten auf dem seetauglicheren Rettungsboot haben das Tau zum Floß längst gekappt, um sich selbst zu retten. Unter den Verratenen und Unterdrückten bricht der Kampf ums nackte Überleben aus.

 

1816 kenterte das französische Schiff »Medusa« auf hoher See vor der Küste Senegals. Nur wenig Menschen konnten sich retten und zwar auf unsagbare Weise. Der französische Maler Théodore Géricault hielt das Ereignis in einem eindrücklichen Gemälde fest, das bei seiner Ausstellung im Pariser Salon 1819 für einen Skandal sorgte, der bis heute nachhallt. Ebenso skandalös war Hans Werner Henzes und Librettist Ernst Schnabels »Oratorio volgare e militare«. 1968, in einer Zeit der revolutionären Studentenproteste trafen sie mit diesem Che Guevara gewidmeten Werk den Nerv der Zeit. Denn Das Floß der Medusa ist ein musikalisches Bekenntnis gegen die Herrschaft des Menschen über den Menschen. Seine klanglich aufgewühlte Komposition zeigt das Unrecht hochdramatisch und drastisch: Ein Meilenstein des Musiktheaters des 20. Jahrhunderts, im Glauben daran, dass Wegsehen keine Lösung ist.


TEASER

► Quelle: YouTube 


KREATIVTEAM

Musikalische Leitung

Titus Engel

 

Inszenierung

Tobias Kratzer

 

Bühnenbild und Kostüme

Rainer Sellmaier

 

Dramaturgie

Julia Jordà Stoppelhaar

 

Chöre

David Cavelius

 

Licht

Olaf Freese

BESETZUNG

La Mort

Gloria Rehm

 

Jean-Charles

Günter Papendell

 

Charon

N.N.

 

Chorsolisten der Komischen Oper Berlin



LAGEPLAN

Inhalte von Google Maps werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf die Cookie-Richtlinie (Funktionell), um den Cookie-Richtlinien von Google Maps zuzustimmen und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in der Google Maps Datenschutzerklärung.

► Quelle: GoogleMaps

KARTEN

Opernkasse

Unter den Linden 41 

10117 Berlin

 

Montag bis Samstag

11 bis 19 Uhr

Sonn- & Feiertage

13 bis 16 Uhr

 

Telefonservice

Montag bis Samstag

9 bis 20 Uhr 

Sonn- & Feiertage

14 bis 20 Uhr


E-Mail